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Im Jahre 977 wurde der fränkische Königshof Salhof (Kulturdenkmal) erstmals urkundlich erwähnt. Die ältesten Bauteile des heutigen Gebäudes stammen aus den Jahren 1150 bis 1170. Sehr schön zu sehen z.B. an den liebevoll restaurierten romanischen Fenstern an der Westseite des Gebäudes. Im Jahr 1686 wurde der Salhof nach den Plänen von Johann Christoph Sebastiani , dem Kurtrierschen Hofbaumeister, durch Johann Freiherrn vom und zum Stein barock umgestaltet und erweitert und mit einem offenen Arkadengang versehen. Das unbefestigte Wohnhaus zählt zu den ältesten am Rhein.

Im Jahre 1969 wurde das Gebäude umfangreich renoviert. Vom Salhofgebäude blieben nur die Außenmauern erhalten. Seit der Fertigstellung dient das Gebäude heute als Empfangssaal, beherbergt Räume der Stadtverwaltung und die Tourist Information.

An einer Seite des Saalhofes ist seit dem Jahr 2000 ein Glockenspiel aus 12 Bronzeglocken angebracht welches durch seine große Klangvielfalt in der Lage ist 276 Lieder zu spielen.

       

Alte Lahnsteiner bezeichnen den Salhof noch heute als "Markthalle". Es beinhaltete noch nach dem Krieg einen Friseursalon und die "Freibank". Nach dem der Geräteschuppen in der Schulstraße durch ein Feuer zerstört wurde befand sich hier auch die Feuerwehr. In den oberen Geschossen waren Wohnräume und davor der ungepflasterte Parkplatz wie auf den alten Aufnahme noch sehr schön zu sehen ist.


Unbekannte Quelle

       


Quelle: Stadtarchiv Lahnstein

Der Parkplatz ist bis heute erhalten geblieben, allerdings ist er heutzutage mit Kopfsteinpflaster gepflastert.

Impressionen Salhof (folgt)

Der nach dem Salhof benannte Salhofplatz ist umgeben von der 600 Jahre alten Stadtmauer (Kulturdenkmal) mit dem imposanten Hexenturm (Kulturdenkmal). Der überdachte Wehrgang (Kulturdenkmal) verbindet heute Salhof, Hexenturm und Stadthalle zu einer Einheit.

In die Stadtmauer eingefügt befindet sich ein Kalksteinrelief aus dem 12. Jahrhundert, das Tympanon Relief. Der schöne (und leider zu oft als Mülleimer zweckentfremdete) Münzbrunnen plätschert in den Sommermonaten munter in einer Nische der Stadtmauer. Verziert wird er vom Wappen der Stadt Lahnstein und verschiedenen römischen Münzen und Lahnsteiner Golddukaten.

Auf der rechten Seite des Salhofplatzes, direkt gegenüber dem Salhof, befindet sich der "Kaiserhof" (Kulturdenkmal). Dieser imposante dreigeschossige klinkergegliederte, stuckornamentierte Putzbau aus der Jahrhundertwende diente bis 1995 als Hotel. Heute ist es liebevoll und aufwändig restauriert und wird weiterhin genutzt.

Impressionen Kaiserhof (folgt)

Für die am 24.Mai 1973 eröffnete Stadthalle und Volksbank wurden alle Gebäude hinter dem Kaiserhof abgerissen. Die Stadthalle wurde nach den Plänen des bundesweit bekannte Malers, Grafiker und Bildhauers Prof. Otto Herbert Hajek gestaltet und im Landeswettbewerb "Kunst am Bau" mit dem zweiten Platz bedacht.

(...)2007 wurde die Stadthalle mitsamt ihrem farbenfrohen Teppich von der Generaldirektion Kulturelles Erbe als erhaltenswertes Kulturdenkmal der 1970er Jahre eingestuft, „da sie „bis auf wenige Aspekte weitgehend unverändert erhalten (..)“ ist, „stellt sie in Rheinland-Pfalz ein seltenes Zeugnis für die Architektur der 1970er Jahre dar und wird daher als Kulturdenkmal eingestuft“. Der grelle und bunte Teppich hat einen enormen Wiedererkennungswert, der nach Hajeks Entwürfen gewebt wurde. Das einstige Prunkstück hatte allerdings durch die Veranstaltungen der letzen Jahrzehnte arg gelitten, war durch Tausende von Brandlöchern und Flecken verunstaltet, und wurde daher 2010 von der einstigen Herstellerfirma im alten geometrischen Muster und gleicher Farbe neu gewebt und im September 2010 verlegt. Die Verlegung des neuen Teppichs ging einher mit neuer Deckengestaltung des Foyers sowie weiteren Modernisierungsmaßnahmen, wozu auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Stadthalle zählt.(...)
Quelle
 

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